Vor aller Augen: Das fehlende Bild vom 2. Mai und die Medienpolitik des Weißen Hauses

Donnerstag 30. Juni 2011 | 19:00

Ort: Martin-Gropius-Bau, Kinosaal

Mit Prof. Dr. Michael Diers, Hochschule für bildende Künste Hamburg

Prof. Dr. Volker Pantenburg, Internationales Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie Weimar

Die Reihe »Alles sehen« ist dem Zusammenhang von Kunst und Wissenschaft gewidmet.

Das Foto aus dem Situation Room in Washington, das den Beraterstab des Weißen Hauses während der Live-Berichterstattung der Kommandoaktion gegen Osama bin Laden zeigt, ist um die Welt gegangen. Es soll das Bild der Erschießung des Terroristenchefs ersetzen, das Präsident Obama nicht zur Veröffentlichung freigegeben hat. Was bedeutet dieser Verzicht? Was zeigt das rasch zur Ikone aufgestiegene Ersatzbild? In welcher Tradition steht es? Eine Stellungnahme aus kunsthistorischer Perspektive.

Michael Diers ist Professor für Kunst- und Bildgeschichte an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg und an der Humboldt Universität zu Berlin. Ein ausgeprägter Schwerpunkt seiner Forschung ist die politische Ikonographie.

Der Korreferent des Abends, Volker Pantenburg ist Filmwissenschaftler und Junior-Direktor des „Internationalen Kollegs für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie“ (IKKM) in Weimar. Zurzeit forscht er zu „Kinematographischen Objekten“, Landschaften im Film und dem Verhältnis von Kino und Museum.

Im Rahmen der Vortragsreihe »Alles sehen« Bildanalysen der Gegenwart – Zur Aktualität der Kunstgeschichte

Die Reihe wird kuratiert von Dr. Angela Fischel und wurde in Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt »Das technische Bild« am Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik der Humboldt-Universität zu Berlin entwickelt.