Film | Sundays for Hong Kong
Dokumentarfilm, HK 2017, DCP
Regie: Ma Chi-Hang

Filmstill aus „Ballad on the Shore“
Narrative über die Geschichte Hongkongs beginnen stets mit einem Bild eines Fischerdorfs, aber an den Ufern ist die Erinnerung an diese Melodien längst verblasst.
Die Balladen der Fischer*innen gleiten in ihrer freien und monotonen Form auf den Klängen der Wellen dahin. Der Protagonist dieses Films ist einer der wenigen noch lebenden Hongkonger Fischer, die diese Balladen noch singen. Er wurde vor dem Krieg geboren. Keines seiner Kinder hat sich für ein Leben auf dem Meer entschieden, sie wissen noch nicht einmal, dass ihr Vater singt. Der Dokumentarfilm begleitet den alten Fischer vier Jahre lang. Ma Chi-Hang fragt: Wenn das Fischerdorf für den Anfang Hongkongs steht, ist es dann am Ende?
Der Freihafen hat verschiedenste Zeitalter durchlebt, wie zum Beispiel den britischen Kolonialismus oder die Rückgabe an China. Der Ruf nach direkter Demokratie wird immer lauter. Was ist Hongkong und was ist ursprünglich für diesen Ort? Wer singt heute, angesichts verbreiteter Identitätsdiskurse und urbanem Leben, noch die Balladen der Fischer*innen?