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Mit Berliner Künstler*innenkollektiven und Kulturinitiativen

Henrike Naumann, Installationsansicht 2000, 2022 © Foto: Henrike Naumann, 2022
Diese Podiumsdiskussion versammelt (Kunst-)Initiativen aus Berlin, um die Rolle und Möglichkeiten kultureller und künstlerischer Arbeit in Zeiten des Krieges in der Ukraine zu diskutieren. Als Kulisse für die Veranstaltung dient die Installation 2000 von Henrike Naumann. Die Arbeit wurde im PinchukArtCentre in Kyiv gezeigt, als Russland die Großinvasion in der Ukraine begann, und ist nach ihrer Evakuierung nun im Gropius Bau zu sehen.
Am Freitag sind in Berlin situierte (Kunst-)Initiativen, die vertriebene Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen in Deutschland und vor Ort unterstützen, zur Diskussion eingeladen. An diesem Tag soll Wissen über Strukturen ausgetauscht und Kontakte zu Kolleg*innen und Institutionen geknüpft werden. Außerdem soll erkundet werden, wie zur Sichtbarkeit und Nachhaltigkeit von Kulturarbeiter*innen und Bottom-Up-Initiativen in Zeiten des Krieges in der Ukraine beigetragen werden kann. Die Diskussion wird moderiert von Zippora Elders, Leitung Kuratorische Abteilung und Outreach am Gropius Bau.
Diese Veranstaltung behandelt Themen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, Gewalt, Rassismus und Vertreibung.
BIPoC Ukraine & Friends in Germany ist eine solidarische Community von BIPoC (Schwarze Menschen/Indigene Menschen/People of Color) in Deutschland, die vor dem russischen Krieg in der Ukraine geflohen sind und ihren Freund*innen. Die Community ist eine Anlaufstelle für Beratung, Unterstützung und Selbsthilfe, aber auch ein Raum für Empowerment, ein Zusammenschluss von politischen Aktivist*innen, die die unfaire Behandlung von BIPoC aus der Ukraine in Deutschland ans Licht der Öffentlichkeit bringen und sich für eine Gleichbehandlung aller Geflüchteten aus der Ukraine einsetzen. Weitere Informationen unter bipocukraine.org.
International Coalition of Cultural Workers Against the War in Ukraine ist eine öffentliche Online-Plattform, die von Künstler*innen aus der ganzen Welt geschaffene Statements gegen den Krieg sammelt, teilt und verbreitet. Angetrieben durch die russische Aggression und den Krieg gegen die Ukraine bietet diese Plattform die Möglichkeit, um gegen Krieg, Diktatur und Autoritarismus zu protestieren und Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zu zeigen, die von der russischen Militäraggression betroffen sind, und mit denen, die sich anderswo gegen koloniale, patriarchale, imperialistische und politische Repressionen und Terror wehren. Die Koalition wurde initiiert von Anna Chistoserdova, Valentina Kiselyova, Aleksander Komarov, Lena Prents, Antonina Stebur, Maxim Tyminko, Natasha Chychasova, Tatiana Kochubinska und Oxana Gourinovitch. Weitere Informationen unter antiwarcoalition.art.
∄ ist eine Kulturinstitution und ein Safer-Space in Kyiv, der im November 2019 gegründet wurde. ∄ organisiert eine Vielzahl von kulturellen, künstlerischen und Bildungsveranstaltungen (Konzerte, Ausstellungen, öffentliche Podiumsdiskussionen, Vorträge, Partys, usw.). Zudem initiierte das Team von ∄ das Projekt K41 Community Fund, um finanzielle, humanitäre und logistische Unterstützung für die musikalische und kulturelle Gemeinschaft zu leisten, die seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine vor lebensbedrohlichen Herausforderungen steht. Weitere Informationen unter k41community.fund.
Vitsche e.V. ist eine Grass-Roots-Organisation mit dem Ziel, die kulturelle und politische Stimme der Ukraine zu stärken und Ukrainer*innen durch direkte humanitäre Hilfe sowie Spendenaktionen zu unterstützen. Außerdem bietet Vitsche Hilfe bei der Erfahrung von Diskriminierung oder Gewalt. Vitsche wurde von jungen Ukrainer*innen und Deutschen gegründet und arbeitet eng mit Künstler*innen aus der Ukraine zusammen, um eine moderne internationale Repräsentation und Wahrnehmung der ukrainischen Kultur in den Bereichen Musik, Film, bildende und darstellende Kunst zu schaffen.
Das Projekt Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt greift die immer lauter werdenden Forderungen nach einem konsequenten Perspektivwechsel in der postkolonialen Erinnerungskultur auf und erprobt am Beispiel Berlins modellhaft, wie eine Metropole, ihr Raum, ihre Institutionen und ihre Gesellschaft auf breiter Ebene auf (post-) koloniale Wirkungen hin untersucht werden können. Eine Prämisse des Kulturprojekts lautet, dass die koloniale Vergangenheit allgegenwärtig ist, wenn auch nicht immer sichtbar. Daher wird erprobt, wie Unsichtbares erfahrbar gemacht und Sichtbares irritiert werden kann. Weitere Informationen unter dekoloniale.de
Back Home wird von Zippora Elders und Julia Grosse kuratiert, mit Unterstützung von Leonie Schmiese, Lijuan Klassen und Sarah Crowe.