Film | Revolverkino im Gropius Bau
Mit „Columbus“ von Kogonada

Filmstill aus „Columbus“ © Visit Films
Das synchrone Atmen im dunklen Kinosaal kann eine therapeutische Wirkung entfalten, und nicht zufällig ist die Verletzung und ihre Heilung – das Wunder sich regenerierender Körper und Seelen – eines der zentralen Themen der Filmgeschichte. Diese Auswahl von sechs Filmen, deren Titel an den französischen Film Réparer les vivants (Die Lebenden reparieren) angelehnt ist, bewegt sich zwischen diesen Polen.
Columbus (Kogonada, USA 2017), englische Originalfassung, 19:00
In Columbus pflegt die 19-jährige Casey ihre Mutter, die sich von ihrer Crystal-Meth-Abhängigkeit erholt. Sie lebt in Columbus im Bundesstaat Indiana, einer mittelgroßen Stadt, die dank ihrer modernistischen Bauten (u.a. von I.M. Pei, Eero Saarinen und Robert Venturi) ein Mekka für Architekturliebhaber*innen ist. Eines Tages trifft sie Jin, einen südkoreanischen Übersetzer, der seinen todkranken Vater, einen ehemaligen Architekturprofessor, besucht. Gemeinsam streifen die beiden durch die Stadt.