Gespräch | Spätschicht x İÇ İÇE Festival

Thao Ho, Tarek Shukrallah, İpek İpekçioğlu und Melissa Kolukisagil © Yasmin Künze / Omar Khlif / Melis Christin / Joanna Schroeder
Der Sammelband Nicht die Ersten bildet den Ausgangspunkt für ein Gesprächs- und Lesungsformat im Rahmen von Spätschicht x İÇ İÇE Festival zu queer-migrantische Geschichte und Gegenwart, zu Erinnerung und kulturellen Räumen.
Nicht die Ersten versammelt Perspektiven queerer Schwarzer Menschen und People of Colour in Deutschland seit den 1980er Jahren. Die Gesprächspartner*innen verbindet ein gemeinsames Verständnis davon, Teil einer Geschichte zu sein, die nicht bei ihnen beginnt. Melissa Kolukısagil, künstlerische Leitung von İÇ İÇE, spricht mit Tarek Shukrallah, İpek İpekçioğlu und Thao Ho über Formen des Erinnerns, über Netzwerke und kulturelle Praxen sowie über die Frage, wie queer-migrantische Geschichten weitergetragen werden – auch dann, wenn sie fragmentiert bleiben. Zwischen Gespräch, Lesung und persönlicher Reflexion entsteht ein Abend über Sichtbarkeit, Erinnerung und die Behauptung queer-migrantischer Räume.
Thao Ho ist Kulturwissenschaftlerin, Aktivistin und Radio-Host. Derzeit promoviert sie an der Humboldt-Universität zu Berlin im Rahmen des Forschungsprojekts Tales of the Diasporic Ordinary. Ihre Forschungsschwerpunkte sind das Erinnern und alternative Formen der Archivierung.
Tarek Shukrallah ist Politik- und Sozialwissenschaftler*in, Autor*in und Kurator*in. Schwerpunkte von Shukrallahs Arbeit liegen in der Auseinandersetzung mit Queerness und Queerfeindlichkeit, Rassismus und Kolonialismus, sowie Klasse und Intersektionalität. Aktuell ist Shukrallah wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in am Institut für Politikwissenschaft der JLU Gießen.
İpek İpekçioğlu ist DJ, Musikproduzent*in und Kurator*in. İpekçioğlus Arbeit verbindet elektronische und anatolische Musik mit einer sozialkritischen Agenda rund um Fragen zu Frauenrechten, Migration und Queerness. Bereits Anfang der 1990er Jahre verfasste İpekçioğlu erste queer-migrantische Texte, darunter ihre Diplomarbeit zum Thema lesbischer Migrantinnen der zweiten Generation aus der Türkei in Deutschland sowie eine der ersten deutsch-türkischen Broschüren zu lesbischem Leben in der Diaspora. Seit über einem Jahrzehnt setzt İpekçioğlu sich in der kuratorischen Praxis konsequent für kulturell-geschlechtliche Vielfalt ein.
Melissa Kolukisagil ist künstlerische Leiterin von İÇ İÇE und Entwicklerin für Live-Programm am Stadtmuseum Berlin.
Bei der Veranstaltung werden ggfs. Foto- und Videoaufnahmen entstehen, auf denen ihr zu erkennen sein könntet. Mit eurem Besuch willigt ihr ein, dass diese Aufnahmen zur Kommunikation der Veranstaltung bzw. Ausstellung verwendet werden.