Ausstellung

SEAWORLD VENICE, 2026 © Nicole Marianna Wytyczak
„Der Wasserspiegel steigt. Wasser, das wir in unzähligen Zyklen täglich trinken und ausscheiden. Wasser als lebenswichtige natürliche Ressource – und streng kontrolliertes Gut. Wasser, in das wir uns fallen lassen, in das wir eintauchen und aus dem wir, vielleicht transformiert, auftauchen.“
Im Frühjahr 2027 zeigt der Gropius Bau Florentina Holzingers interdisziplinäres Projekt SEAWORLD VENICE (Arbeitstitel), mit dem sie 2026 den österreichischen Pavillon der 61. La Biennale Di Venezia bespielt, in einer adaptierten Version. Ausgehend von ihren langjährigen Recherchen zum Element Wasser untersucht Holzinger darin den menschlichen Körper in einer radikal veränderten Landschaft, in der Natur und Technologie unmittelbar aufeinandertreffen.
Florentina Holzingers Arbeiten bewegen sich zwischen Performance, Oper und Theater und setzen sich kritisch mit den jeweiligen Traditionen auseinander. Sie experimentieren mit Ausdauer und Momenten von Extremität und machen Machtverhältnisse auf der Ebene des Körpers sichtbar. Ihre Werke wurden mit dem Nestroy-Preis sowie dem Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet und viermal in Folge zum Theatertreffen Berlin eingeladen. Neben ihren Bühnenstücken realisiert Holzinger die Études, eine fortlaufende Reihe ortsspezifischer, einmaliger Performances im öffentlichen Raum. Diese entstanden bislang in Kooperation mit Institutionen wie dem Schinkel Pavillon in Berlin, der Bergen Kunsthall, dem Atonal Festival und den Wiener Festwochen. Seit 2021 ist sie assoziierte Künstlerin an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin.
Nach der ersten Station im Gropius Bau wird das Projekt an der Kunsthalle Wien und bei Amant in New York zu sehen sein.
Kuratiert von Nora-Swantje Almes, Kuratorin Live-Programm und Vermittlung, Gropius Bau