Pressemeldung vom 4.12.2025

Wortmarke Musikfest Berlin

Musikfest Berlin 2026: Erste Konzert-Highlights im Verkauf

Das Musikfest Berlin präsentiert zum Auftakt der Konzertsaison neben den großen Berliner Klangkörpern internationale Gastorchester und -ensembles mit einem Festivalprogramm, das dieses Jahr auch im Zeichen des 75-jährigen Jubiläums der Berliner Festspiele steht. Zu den ersten veröffentlichten Konzert-Highlights gehören Auftritte von Orchestern und Chören aus den USA, Südafrika, Finnland, Großbritannien, Spanien, Schweiz, Österreich und Deutschland.

Das Musikfest Berlin 2026 präsentiert zwei konzertante Opernaufführungen und ein großes orchestrales Perkussionsritual. Zur Eröffnung am 28. August kommt die Anti-Oper Le Grand Macabre von György Ligeti in der Philharmonie Berlin konzertant zur Aufführung und feiert gleichzeitig das 75-jährige Bestehen der Berliner Festspiele, die 1951 als Berliner Festwochen gegründet wurden. Ligetis grotesk-humorvolle Parabel auf den Krieg und das Ende der Welt wird vom Finnish Radio Symphony Orchestra mit Chefdirigent Nicholas Collon und dem Helsinki Chamber Choir auf die Bühne gebracht, kurz nach der finnischen Erstaufführung beim Helsinki Festival.

Porgy and Bess von George Gershwin gilt als epochales Musiktheater und besitzt zudem eine politisch bedeutsame Aufführungshistorie: 1935 am Broadway in New York uraufgeführt, 1943 trotz des Widerstandes der nationalsozialistischen Besatzung in Kopenhagen zum ersten Mal in Europa präsentiert und schließlich 1952 zu Beginn der großen Welttournee mit einer legendären Besetzung aus den USA und im zweiten Jahr der neuen Berliner Festwochen am 17. September zur Deutschen Erstaufführung gebracht, zu einer Zeit als die DDR-Führung die ersten Sperrmaßnahmen zwischen Ost- und Westberlin durchsetzte. Beim Musikfest Berlin 2026 ist Porgy and Bess in einer neuen Produktion des Chineke! Orchestra aus London mit dem Cape Town Opera Vocal Ensemble und zahlreichen Solist*innen unter der Leitung von Kwamé Ryan zu erleben.

Nach der Aufführung beim Musikfest Berlin 2016 erklingt 10 Jahre später erneut das unbändige Artaud-Ritual Tutuguri von Wolfgang Rihm in der Philharmonie Berlin, dieses Mal vom Lucerne Festival Contemporary Orchestra interpretiert, mit dem künstlerischen Leiter Jörg Widmann als Dirigent und als Widmung für den 2024 verstorbenen Wolfgang Rihm, der die Lucerne Festival Academy als künstlerischer Leiter und das Musikfest Berlin mit seinen Werken über viele Jahre geprägt hat.

Zu seinem 100. Geburtstag wird der den Berliner Festspielen zu seinen Lebzeiten stets verbundene Komponist Hans Werner Henze mit der Aufführung seines einstündigen Klavierkonzertes Tristan geehrt. Tamara Stefanovich ist die Solistin, begleitet vom NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Alan Gilbert, das außerdem zu seinem Debüt beim Musikfest Berlin Johannes Brahms’ Erste Sinfonie mit nach Berlin bringt. 

In Hamburg verstarb im März 2025 die große, in Ost und West gefeierte Komponistin Sofia Gubaidulina. Ihr Konzert für Viola und Orchester lässt das London Symphony Orchestra unter der Leitung von Sir Antonio Pappano zusammen mit Anton Bruckners 9. Sinfonie erklingen.

Nach ihrem gefeierten Gastspiel im Jahr 2024 sind die Wiener Philharmoniker dieses Mal mit Dirigent Tugan Sokhiev zu Gast und spielen zusammen mit Hilary Hahn Antonín Dvořáks Violinkonzert sowie Sergej Prokofjews Ballettmusik Romeo und Julia. Auch auf ein Wiedersehen mit dem Kansas City Symphony Orchestra und seinem Musikdirektor Matthias Pintscher kann sich das Berliner Publikum freuen, das das Festival-Debüt des Orchesters im Jahr 2024 geradezu stürmisch gefeiert hatte. Auf dem Programm stehen neben zwei Orchesterstücken der österreichischen Komponistin Olga Neuwirth, Tschaikowskys Violinkonzert mit dem kanadischen Geiger Blake Pouliot als Solisten und die 3. Sinfonie von Rachmaninow.

Mit romantischem Repertoire sind dieses Jahr zwei Ensembles historischer Aufführungspraxis zu Gast: Das Freiburger Barockorchester widmet sich der Musik von Robert Schumann, mit Sir Simon Rattle als Dirigent und der Geigerin Isabelle Faust als Solistin – eine Premiere in dieser Konstellation in der Philharmonie Berlin. Aus Katalonien reist das Ensemble Le Concert des Nations mit seinem Gründer und Leiter Jordi Savall an. Sie präsentieren im Anschluss an die Jordi Savall als Visionär der historischen Aufführungspraxis gewidmete Hommage der Stiftung Berliner Philharmoniker in der Saison 25/26, ein reines Mendelssohn-Programm, mit der Hebriden-Ouvertüre sowie der „Schottischen“ und „Italienischen“ Sinfonie. Mendelssohns „Reformations-Sinfonie“ interpretiert Kent Nagano bei seinem Konzert mit dem WDR Sinfonieorchester. Außerdem im Gepäck, eine musikalische Sensation: ein Orchesterwerk der Komponistin und Pianistin Yvonne Loriod, das Nagano zusammen mit weiteren Kompositionen für Orchester seiner früheren Lehrerin in der Pariser Nationalbibliothek entdeckt hat und jetzt zum Leben erweckt. La Sainte Face – Das heilige Antlitz für Sopran und Orchester wird beim Musikfest Berlin mit Sarah Aristidou als Solistin nach mehr als 80 Jahren uraufgeführt.

Musikfest Berlin 2026
Vom 28. August bis 23. September 
In der Philharmonie Berlin, deren Kammermusiksaal und weiteren Orten 
Gesamtprogrammveröffentlichung am 21. April 2026 
Ab dem 4. Dezember 2025 gibt es eine Frühbucheraktion, gültig bis 31. Januar 2026: Bei einem Kauf von fünf oder mehr Konzerten werden 20 % Rabatt auf jedes Ticket gewährt.


Das Musikfest Berlin wird gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Berliner Philharmoniker.
Medienpartner: radio3 vom rbb, Deutschlandfunk Kultur, arte, Dussmann das Kulturkaufhaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Monopol – Magazin für Kunst und Leben, Tagesspiegel, Wall und Yorck Kinogruppe.