Pressemeldung vom 17.5.2026

Wortmarke Theatertreffen

Erfolgreicher Abschluss der 63. Ausgabe des Theatertreffens

Nach 17 Festivaltagen geht am heutigen Sonntagabend, 17. Mai, mit der ausverkauften Vorstellung Der Hauptmann von Köpenick in der Regie von Sebastian Hartmann im Haus der Berliner Festspiele das Festival zu Ende. Am Nachmittag diskutierte die Kritiker*innen‑Jury öffentlich mit dem Publikum.

Das von der Kulturstiftungdes Bundes geförderte Festival unter der Leitung von Nora Hertlein-Hull begeisterte erneut ein großes Publikum: Alle gezeigten Produktionen der 10er‑Auswahl – vom Theater Basel, Schauspiel Stuttgart, Volkstheater Wien, Staatstheater Cottbus, Schauspielhaus Zürich, den Münchner Kammerspielen (mit zwei Inszenierungen eingeladen), Hans Otto Theater in Potsdam sowie Studio Julian Hetzel in Koproduktion mit den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und dem Schauspiel Leipzig – waren ausverkauft. Die internationale Koproduktion A Year without Summer in der Regie von Florentina Holzinger wird als TT Nachspiel am 10. und 11. Oktober in der Volksbühne am Rosa‑Luxemburg‑Platz gezeigt.

Insgesamt besuchten 17.579 Zuschauer*innen die 38 Veranstaltungen des Festivals inklusive Rahmenprogramm an den Spielorten Haus der Berliner Festspiele, Berliner Ensemble, Deutsches Theater Berlin, HAU Hebbel am Ufer (HAU1) und Hans Otto Theater in Potsdam. Es wurden 14.778 Tickets ausgegeben, 2801 Personen besuchten die Veranstaltungen bei freiem Eintritt.
Die Gesamtauslastung lag bei 99,27 %.

Die vier Aufzeichnungen der „StarkenStücke“ des Medienpartners 3sat stießen mit über 60.000 Sichtungen im Festivalzeitraum vom 1. bis 17. Mai auf großes Interesse – sowohl im TV als auch in den Mediatheken von 3sat und der Berliner Festspiele sowie dem ZDF Streaming-Portal. Dazu gehörte auch der Livestream von Wallenstein. Ein Schlachtfest in sieben Gängen aus dem Festspielhaus.

153 Journalist*innen aus dem deutschsprachigen Raum und zahlreichen weiteren Ländern – darunter Großbritannien, Frankreich, Italien, Polen, Norwegen, Schweden, Finnland, Ungarn, Bulgarien, Serbien, USA und Argentinien – akkreditierten sich und begleiteten das Festival medial.

Dramatik und Diskurs
Das neu ausgerichtete Rahmenprogramm Dramatik und Diskurs wurde vom Publikum sehr gut angenommen. Im gemeinsam mit dem Verband Deutscher Bühnen‑ und Medienverlage (VDB) entwickelten Format Mehr Drama! präsentierten sechs aufstrebende Gegenwartsdramatiker*innen ihre Texte in Lesungen und Gesprächen.

Das Diskursprogramm mit Podiumsdiskussionen, Filmen und einer Ausstellung wurde erstmals vom Journalisten Matthias Dell kuratiert.

Förderer des Rahmenprogramms sind die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und die Heinz und Heide Dürr Stiftung.

Preisverleihungen
Der Theaterpreis Berlin 2026 der Stiftung Preußische Seehandlung ging an die Künstler*innen Lina Majdalanie und Rabih Mroué. Der 3sat‑Preis für eine künstlerisch innovative Leistung wurde Katharina Bach für ihre Darstellung in Wallenstein. Ein Schlachtfest in sieben Gängen verliehen. Der Alfred‑Kerr‑Darstellerpreis ging an die Schauspielerin Paulina Alpen für ihre Leistung in der Inszenierung Die Welt im Rücken. Alleinjuror war der Schauspieler und Autor Matthias Brandt.

Jury und Sichtungskriterien
Mit Festivalende verlassen die Kritiker*innen Sabine Leucht, Martin Thomas Pesl und Sascha Westphal die Theatertreffen-Jury. Die Berliner Festspiele danken den Juror*innen für ihr großes Engagement und ihre Expertise. Neu berufen wurden Jakob Hayner, Yaël Koutouan und Silvia Stammen. Gemeinsam mit Alexandra Kedves, Vincent Koch, Falk Schreiber und Christine Wahl sichten sie seit dem 1. Januar 2026 für das Theatertreffen 2027.

Die neue Jury hat sich nach ausgiebiger Beratung entschieden, für die Festivalausgaben 2027 und 2028 ohne Frauenquote zu sichten und einzuladen. Ihre Beobachtungen und Sichtungserfahrungen zu strukturellen Ungleichheiten wird die Jury beim Theatertreffen 2027 mit der Öffentlichkeit teilen. Die Frauenquote wurde 2019 erstmals für die Festivalausgaben 2020 und 2021 eingeführt und danach für jedes weitere Sichtungsjahr von der jeweils amtierenden unabhängigen Jury neu beraten und beschlossen.

Zum Nachschauen in der Berliner Festspiele Mediathek
Bis Mai 2027 stehen die von 3sat produzierten Aufzeichnungen der „Starken Stücke“ Mephisto, Il Gattopardo, Fräulein Else und Wallenstein. Ein Schlachtfest in sieben Gängen sowie verschiedene Behind-the-Scenes-Beiträge in den Mediatheken von 3sat und der BerlinerFestspiele bereit.

Auch Mitschnitte der Grußworte zur Festivaleröffnung, der Gespräche des Diskursprogramms, des Panels Vom Schreiben und Spielen sowie der Jury‑Abschlussdiskussion sind dort abrufbar.

Das 64. Theatertreffen findet vom 6. bis 23. Mai 2027 statt.

Internationales Forum
Das Internationale Forum unter der Leitung von Aljoscha Begrich und Sima Djabar Zadegan versammelte 33 Stipendiat*innen aus aller Welt zur gemeinsamen künstlerischen Arbeit.

Theatertreffen‑Blog
Das Theatertreffen‑Blog unter redaktioneller Verantwortung von Grete Götze und Frieda Ahrens berichtete kritisch über das Festivalgeschehen. Alle Beiträge sind weiterhin online verfügbar.

Das Festival dankt all seinen Kooperationspartnern und Unterstützern sowie allen Beteiligten für die Zusammenarbeit.

Pressekontakt
Sara Franke, Wiebke Müller, Anna Hinz
presse@berlinerfestspiele.de
+49 30 254 89 269/ 132
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