Alfred-Kerr-Darstellerpreis

Der Alfred-Kerr-Darstellerpreis wurde 1991 zur Erinnerung an den Berliner Theaterkritiker Alfred Kerr von seinen Kindern Judith und Michael Kerr gemeinsam mit der Pressestiftung Tagesspiegel und den Berliner Festspielen/Theatertreffen ins Leben gerufen und würdigt seither die herausragende Leistung eines jungen schauspielerischen Talents in einer der zum Theatertreffen eingeladenen 10 bemerkenswertesten Inszenierungen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird von der Alfred-Kerr-Stiftung mit Unterstützung des Theatertreffens ausgelobt. Weitere Unterstützungen kommen vom Verlag Der Tagesspiegel, der Familie Hartung und der Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs-GmbH. Er wird zum Abschluss des Theatertreffens verliehen. Als Juror*in fungiert jährlich wechselnd eine renommierte Theaterpersönlichkeit. 

Preisträger*innen 1991 – 2026

2026
Paulina Alpen
für ihre darstellerische Leistung in Die Welt im Rücken
Regie: Lucia Bihler, Schauspiel Stuttgart
Juror: Matthias Brandt

2025
Carmen Steinert
für ihre darstellerische Leistung in Blutbuch
Regie: Jan Friedrich, Theater Magdeburg
Jurorin: Bettina Stucky

2024
Nikita Buldyrski
für seine darstellerische Leistung in Die Hundekot-Attacke
Regie: Walter Bart (Wunderbaum), Theaterhaus Jena
Jurorin: Ursina Lardi

2023
Dominik Dos-Reis
für seine darstellerische Leistung in Kinder der Sonne
Regie: Mateja Koležnik, Schauspielhaus Bochum
Juror: Edgar Selge

2022
Samouil Stoyanov
für seine darstellerische Leistung in humanistää!
Regie: Claudia Bauer, Volkstheater, Wien
Jurorin: Valery Tscheplanowa

2021
In diesem Jahr wurde der Alfred-Kerr-Darstellerpreis nicht vergeben.

2020
In diesem Jahr wurde der Alfred-Kerr-Darstellerpreis nicht vergeben.

2019
Johannes Nussbaum
für seine darstellerische Leistung in Das große Heft
Regie: Ulrich Rasche, Staatsschauspiel Dresden
Juror: Franz Rogowski

2018
Benny Claessens
für seine darstellerische Leistung in Am Königsweg
Regie: Falk Richter, Deutsches Schauspielhaus, Hamburg
Juror: Fabian Hinrichs

2017
Michael Wächter
für seine darstellerische Leistung in Drei Schwestern
Regie: Simon Stone, Theater Basel
Jurorin: Imogen Kogge

2016
Marcel Kohler
für seine darstellerische Leistung in Väter und Söhne
Regie: Daniela Löffner, Deutsches Theater Berlin
Jurorin: Maren Eggert

2015
Gala Winter
für ihre darstellerische Leistung in John Gabriel Borkman
Regie: Karin Henkel, Deutsches Schauspielhaus, Hamburg
Juror: Samuel Finzi

2014
Valery Tscheplanowa
für ihre darstellerische Leistung in Zement
Regie: Dimiter Gotscheff, Residenztheater, München
Jurorin: Edith Clever

2013
Julia Häusermann (heute: Frank Häusermann)
für die darstellerische Leistung in Disabled Theater
Regie: Jérôme Bel, Theater HORA - Stiftung Züriwerk, Zürich / HAU Hebbel am Ufer
Juror: Thomas Thieme

2012
Fabian Hinrichs
für seine darstellerische Leistung in KILL YOUR DARLINGS! STREETS OF BERLADELPHIA
Regie: René Pollesch, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
Jurorin: Nina Hoss

2011
Lina Beckmann
für ihre schauspielerische Leistung in Das Werk / Im Bus / Ein Sturz
Regie: Karin Beier, Schauspiel Köln
und die Rolle der Warja in Der Kirschgarten
Regie: Karin Henkel, Schauspiel Köln
Jurorin: Eva Mattes

2010
Paul Herwig
für die Rolle des Pinneberg in Kleiner Mann – was nun?
Regie: Luk Perceval, Münchner Kammerspiele
Juror: Bruno Ganz

2009
Kathleen Morgeneyer
für die Rolle der Nina in Die Möwe
Regie: Jürgen Gosch, Deutsches Theater Berlin
Jurorin: Jutta Lampe

2008
Niklas Kohrt
für die Rolle des Bruno Mechelke in Die Ratten
Regie: Michael Thalheimer, Deutsches Theater Berlin
Juror: Gerd Wameling

2007
Julischka Eichel
für die Rolle der Lucy in Krankheit der Jugend
Regie: Tilmann Köhler, Deutsches Nationaltheater Weimar
Jurorin: Martina Gedeck

2006
Felix Goeser
für die Titelrolle in Platonow
Regie: Karin Henkel, Schauspiel Stuttgart
Juror: Martin Wuttke

2005
Wiebke Puls
für die Rolle der Kriemhild in Die Nibelungen
Regie: Andreas Kriegenburg, Münchner Kammerspiele
Juror: Ulrich Matthes

2004
Devid Striesow
für die Rolle des Wlas in Sommergäste
Regie: Jürgen Gosch, Schauspielhaus Düsseldorf
Juror: Ulrich Mühe

2003
Fritzi Haberlandt
für die Rolle der Mizi Schlager in Liebelei
Regie: Michael Thalheimer, Thalia Theater Hamburg
und für die Rolle der Adriana in zeit zu lieben zeit zu sterben
Regie: Armin Petras, Thalia Theater Hamburg
Juror: Ivan Nagel

2002
Bettina Stucky
für die Rolle der Natalja in Drei Schwestern
Regie: Stefan Pucher, Schauspielhaus Zürich
und die Rolle im Ensemble von Die schöne Müllerin
Regie: Christoph Marthaler, Schauspielhaus Zürich
Jurorin: Elisabeth Trissenar

2001
August Diehl
für die Rolle des Konstantin Gawrilowitsch Trepljow in Die Möwe
Regie: Luc Bondy, Burgtheater Wien
Juror: Walter Schmidinger

2000
Kathrin Angerer
für die Rolle der Darja Pawlowna Schatowa in Dämonen
Regie: Frank Castorf, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
Juror: Udo Samel

1999
Johanna Wokalek
für die Titelrolle in Rose Bernd
Regie: Valentin Jeker, Schauspiel Bonn
Jurorin: Angelica Domröse

1995 – 1998 keine Preisverleihung

1994
Caroline Ebner
für die Rolle der Julia in Romeo und Julia
Regie: Karin Beier, Staatstheater Düsseldorf
Jurorin: Käthe Reichel

1993
Daniel Morgenroth
für die Rolle des Sigismund in Der Turm
Regie: Thomas Langhoff, Deutsches Theater Berlin
Juror: Albert Hetterle

1992
Torsten Ranft
für die Titelrolle in Woyzeck
Regie: Andreas Kriegenburg, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
Jurorin: Marianne Hoppe

1991
Steffi Kühnert
für die Titelrolle in Nora
Regie: Leander Haussmann, Deutsches Nationaltheater Weimar
Juror: Bernhard Minetti