Aziz Ayse / In Transit

Eintritt frei

Freitag, 9. September 2005 | 16:00

Sonntag, 11. September 2005 | 16:00

Sonntag, 25. September 2005 | 16:00

Aziz Ayse

30 Min., Türkei 2005, OmU (engl.)

Regie: Elfe Uluc

Mit: Sahin Çelik, Volga Sorgu

Ayse ist ein Ex-Transvestit kurdischer Herkunft circa 45 Jahre. Er lebt vom von Müll. Er spendet Geld an seine Mitmenschen und an vielfältige Wohltätigkeitsvereine wie den Verein der Soldaten oder den Verein zu Moscheenförderung. Er hat sich seinen Spitznamen “Aziz” (Heiliger) verdient. Aziz gibt den Großteil seiner Einkünfte aus dem gesammelten Müll ab und lebt nur von Wasser und Brot. In der Nacht gibt er seinen Körper jungen Männern, die sich keine Prostituierten leisten können. Der Film erzählt die fiktionale Geschichte eines Tages im Leben von Aziz. Am Ende eines weiteren wohltätigen Tages begegnet Aziz auf seinem Heimweg zwei Typen, die kein Geld haben. Er nimmt sie mit zu sich nach Hause. Am nächsten Morgen wird er von den beiden ausgeraubt. Ungewollt bringt er einen der beiden Männer um, während der andere flieht. Scheinbar nicht realisierend was er getan hat, setzt Aziz sein wohltätigen Leben fort. (Elfe Uluc)

Elfe Uluc, geboren 1972 in Istanbul, lebt in Istanbul

In Transit

40 Min., Türkei 2004, OmU (engl.)

Regie: Berke Bas

Drei Familien: die Wege einer irakisch-arabischen, einer irakisch-kurdischen und einer nigerianischen kreuzen sich in Istanbul, wo sie bei ihrem Versuch, in den Westen zu emigrieren, stranden. ‘In Transit’ versucht das Gefühl der Zeit einzufangen, die sie dort während des Wartens verbringen. Obwohl sie sich der Stadt annähern, bleibt immer eine Distanz zu den Einheimischen bestehen; sie sind Durchreisende in einen Stadtteil, der haupsächlich von inländischen und ausländischen Migranten bewohnt wird. Ihre persönlichen Geschichten über ihre Träume vom Westen, ihre Augenzeugenberichte der Leben anderer Migranten, die Geschichten von Menschenhandel, ihre Beziehungen zu den Einheimischen und der Polizei genauso wie der Umgang der Kinder mit dem unbestimmten Warten, gewähren einen intimen Einblick in das Leben vieler heimatloser Menschen. (Berke Bas)

Berke Bas, geboren 1971 in Ordu, lebt in Istanbul

Filmprogramm

zur Ausstellung „Urbane Realitäten: Fokus Istanbul“