Workshop für Schüler und Schulklassen | Ab 5 Jahre
Richter wurde im Ersten Weltkrieg schwer verwundet und daraufhin aus dem Militärdienst entlassen. Er zieht von Berlin nach Zürich und verbringt viel Zeit mit gleichgesinnten Künstlerinnen und Künstlern, den Dadaisten. Diese Künstler waren gegen den Krieg und suchten nach etwas, um die Menschen von dem Kriegswahnsinn zu heilen. So haben sie nicht nur gemalt, sondern auch Theater gespielt, gesungen, in einem Kartonkleid getanzt und komische Texte mit seltsamen Lauten vorgetragen. Vieles, was stattfand wurde dem Zufall überlassen. Zufall – das hieß Freiheit. Und so ein Zufallsportrait gestalten wir selbst à la Richter.
Obgleich Hans Richter 1888 geboren ist, würde er perfekt in die heutige Zeit passen: Er war ein Netzwerker. Er war vielseitig und arbeitete als Maler, Filmer und Schriftsteller. Er war neugierig und stets auf der Suche nach anderen Formen der Kunst. Der in Berlin geborene Hans Richter setzte die verrücktesten Ideen mit seinen Künstlerfreunden um. Dabei prägte er die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts wie kaum ein anderer – künstlerisch, gesellschaftlich und politisch. Wir stellen Richters grafisches, malerisches und filmisches Werk vor und präsentieren dabei die wichtigsten Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts: Vom Expressionismus über den Dadaismus bis zum Konstruktivismus. Gezeigt werden seine wichtigsten Arbeiten und die seiner internationalen Künstlerkollegen – darunter Hans Arp, Marcel Duchamp, Viking Eggeling, Max Ernst, Fernand Léger, Kasimir Malewitsch, Man Ray, Kurt Schwitters – und wie Widerstand in der Kunst seinen Ausdruck findet.
Gefördert von der Amerikanischen Botschaft