Gespräch

Melancholische Mangroven und das Plastik im Meer

Ein Gespräch mit Petra Beck und Susanne Kriemann

Takeover, Ausstellungsansicht

Foto: Amélie Losier

Foto und Geheimnis – dieses Thema entwickelten die Schüler*innen der 48. Grundschule in Berlin-Pankow für ihren Beitrag zur Ausstellung Takeover. Dafür wählten sie Susanne Kriemanns Serie Mngrv (2018–2020) aus. Heute sprechen die Künstlerin Susanne Kriemann und die Ethnografin Petra Beck anhand von Kinderbüchern, die alle eine im Meer verschollene Plastikente als Hauptfigur haben, mit kleinen und großen Besucher*innen über das sich verändernde Verhältnis zum Meer.

Der Müll aus dem Meer sagt zur Mangrove: „Entschuldigung, sollen wir Freunde werden?“ … Eigentlich ist es komisch, dass Natur und Müll zusammen auf den Fotos der Künstlerin Susanne Kriemann gezeigt werden. Die Mangroven, die auf den Fotos zu sehen sind, sind wunderschön und geheimnisvoll. Sie leben in Ebbe und Flut, in salzigem Wasser. Sie haben viele Wurzeln, die aus der dem Wasser herausragen. In ihren Wurzeln verfangen sich Netze, Seile, Latschen, Zahnbürsten, Plastiktüten. Warum kommt unser Müll dorthin, wenn die Mangroven doch auf der anderen Seite der Erde wachsen?

Mit Petra Beck wird Susanne Kriemann über die Verwirrungen und Verwicklungen zwischen Plastik, Müll, Meer, Mangroven und Menschen sprechen. Petra Beck wird in drei „Inhaltsinseln“ vertiefend über Ozeane, Müll und Plastik berichten. Das Meer verwandelt sich in unserer Gegenwart von einer Magier*in des Verschwinden-lassens zu einem Wesen, welches unsere verloren geglaubten Dinge ausspuckt und mit dem wir unmittelbar verbunden sind. Besucher*innen und speziell Kinder sind ganz herzlich eingeladen sich an dem Gespräch zu beteiligen.

Das Gespräch folgt dem Wunsch der Schüler*innen-Kurator*innen, dass mehr Menschen das Problem der Umweltverschmutzung ernst nehmen und lernen, die Welt besser zu verstehen.