Performance | Spätschicht x Ligia Lewis
Navild Acosta, Justin F. Kennedy

Navild Acosta, Foto: Gabriella Achadinha / Justin F. Kennedy, Foto: Sofía Obregón
Für Spätschicht x Ligia Lewis folgen die Künstler*innen Navild Acosta und Justin F. Kennedy einer Einladung zu einem Rant.
Ausgehend von der Ausstellung Ligia Lewis: I’M NOT HERE FORRRRR... sind Navild Acosta und Justin F. Kennedy eingeladen, das performative Potenzial des Ausstellungstitels zu erweitern und Einblicke in ihre eigene Arbeit zu geben.
Navild Acostas performative Arbeit CLAPBACK Method erforscht die Macht von Schwarzen Hintern, der kolonialen Unterdrückung zu trotzen und böse Trolle zu vertreiben. Wie kann die Erwartung eines frühen Todes überwunden und das Gravitationsfeld der Erde verschoben werden? Können Körper Überwachungstechnologien überlegen sein? CLAPBACK Method nimmt Bezug auf Acostas Solo-Performance CLAPBACK (2016), die von der reichen Geschichte der Clubkultur und des Afrofuturismus inspiriert ist und das Publikum als Zeug*innen dazu anregt, über Solidarität und Gemeinschaft nachzudenken.
Der ergebnisoffene, performative Rant von Justin F. Kennedy folgt auf CLAPBACK Method – als Reaktion, Antwort und neue Perspektive, die letztlich für sich alleine steht und nicht für einen bestimmten Zweck existiert. Schließlich gilt: “I’M NOT HERE FORRRRR...”.
Navild Acosta ist ein in New York geborener Künstler und lebt seit 2017 in Berlin. Als nicht-binäre Transgenderperson, queere AfroLatinX der ersten Generation in Amerika, ist seine Praxis tief mit Methoden des Worlds-Building, des Kreierens von Welten, verknüpft. Navilds Arbeiten wurden unter anderem in der TeenVogue, VICE und im Paper Magazine publiziert und in Institutionen wie der Ford Foundation, dem MoMA, Performance Space New York und New York Live Arts gezeigt. Navilds multimedialen Arbeiten, die häufig in Zusammenarbeit mit Schwarzen Künstler*innen und Kollektiven entstehen, schlagen alternative, reparative Ökonomien vor. Zudem bietet Navild berufliche Weiterbildungen zum Thema struktureller Rassismus an und ist Professor für zeitbasierte Medien und Performance.
Justin F. Kennedy (JFK) ist ein*e Community-Tanz- und Sprachkünstler*in, Lehrer*in, DJ und Dramaturg*in aus Ay Ay (St. Croix, Virgin Islands), mit Wohnsitz in Berlin. Kennedys Praxis umfasst darstellende und bildende Kunst, einschließlich Choreografie, Vokalisation und zeitgenössische Rituale und strebt nach Transformation und hybriden Formen. Als Teil dessen erschafft Kennedy unter anderem spekulative Opern, Collagen, Filme, Chiffren, Workshops, Zines, Interventionen und musikalische Arbeiten. Kennedys neueste Arbeit Apocalypso (2025) wurde kürzlich in den Sophiensaelen Berlin uraufgeführt. Aktuell ist Kennedy Gastprofessor*in für Choreography and Movement Research am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz in Berlin, SNDO Amsterdam, Bard College Berlin und USC Kaufmann School of Dance.
Bei der Veranstaltung werden ggfs. Foto- und Videoaufnahmen entstehen, auf denen ihr zu erkennen sein könntet. Mit eurem Besuch willigt ihr ein, dass diese Aufnahmen zur Kommunikation der Veranstaltung bzw. Ausstellung verwendet werden.