Rinderhirten und Schamanen. Älteste Siedlerspuren rund um die Wüste Taklamakan

Mittwoch, 31. Oktober 2007 | 18:00

Mayke Wagner ist zweite Direktorin der Eurasien-Abteilung des <cms_link> <templatecontent> <cms_value> <lang id="§"> <text> http://www.dainst.org/index_1_de.html </text> </lang> </cms_value> <cms_value> <lang id="§"> <text> Deutschen Archäologischen Instituts </text> </lang> </cms_value> <cms_value> <lang id="§"></lang> </cms_value> <cms_value> <lang id="§"> <sel> <value> externalLink_st_domeditor_1.HotLink </value> </sel> </lang> </cms_value> <cms_value> <lang id="§"></lang> </cms_value> <cms_value> <lang id="§"></lang> </cms_value> </templatecontent> </cms_link>.

Eintritt frei

Etwa viertausend Jahre alt sind die Gräber von Hirten, die ihre Rinder an den Ufern des Lop Nor in der Taklamakan-Wüste weideten. Die Verstorbenen wurden in außergewöhnlichen Bootssärgen mit vielfältigen Beigaben aus beschnitztem Holz, Federn und gefärbter Wolle bestattet, von denen einige in der Ausstellung zu sehen sind. Mehr Informationen und Details bietet der Vortrag, in dessen Mittelpunkt Ausrüstung, Kleidung und Schmuck von Männern und Frauen dieses Friedhofes und anderer Plätze stehen wird. Überraschende Neufunde von Reiternomaden aus dem Kunlun-Gebirge hoch über der Oase Khotan werden gezeigt, wie auch das Grab eines ca. vierzigjährigen Mannes aus der Turfan-Oase. Schellenbündel an seinen Fußgelenken, eine Harfe aus Pappelholz und Hanfsamen in einer Schale neben ihm weisen ihn als Schamanen aus. Anrührend gut erhaltene Hüte, Mäntel und Schuhe mit passendem Reisenecessaire lassen Persönlichkeiten mit individuellem Geschmack aus einer fernen historischen Epoche Innerasiens aufscheinen. Dank entbehrungsreicher Ausgrabungen können sie heute unsere Vorstellungen von der Besiedlungsgeschichte der größten Wüste Chinas beleben.

Im Rahmen der Ausstellung „Ursprünge der Seidenstraße“