Performance
Kihako Narisawa

Kihako Narisawa, Layer(s), Foto: Camille Blake
Mit Layer(s) präsentiert die Choreografin und Performerin Kihako Narisawa eine Open-Form-Performance, die sich in den Zwischenräumen des Gropius Bau entfaltet. In 20-minütigen Fragmenten, in denen Film, Dialog und Live-Interventionen verschmelzen, untersucht sie die Überlagerung von Identität, Sichtbarkeit und Repräsentation.
Inspiriert von den Bildstrategien in Oliviero Toscanis Kampagnen für das Modelabel Benetton fragt Narisawa in Layer(s), wie kulturelle Codes unser Verständnis von Diversität prägen. Welche Strategien wenden Menschen an, um sich auszudrücken oder zu verbergen? Mit welchen Mitteln wird Identität inszeniert, wahrgenommen und performt? Bezugnehmend auf das Konzept „Reclaiming the Self“ [das Selbst zurückgewinnen], mit dem sich auch ihr Forecast-Mentor Hussein Chalayan auseinandersetzt, erforscht Narisawa, wie Projektion, Etikette und kulturelle Erwartungen Bedeutung um den Körper in Performances konstruieren.
Kihako Narisawa ist interdisziplinäre Künstlerin, Choreografin, Performerin und Designerin. Ihre konzeptuelle Praxis umfasst Text, Klang, Video, Installation, Live-Performance und Raumgestaltung. In ihrer Arbeit beschäftigt sich Narisawa mit Raumtheorie, Anthropologie sowie verbaler und nonverbaler Kommunikation.
Die Plattform Forecast widmet sich der Förderung, Betreuung und Unterstützung kreativer Praktiken und Künstler*innen. Im Rahmen ihres internationalen Mentoring-Programms lädt Forecast Kunstschaffende aus unterschiedlichen Bereichen ein, andere Künstler*innen bei der Ausarbeitung und Realisierung ihrer Projekte zu unterstützen. Zu den bisherigen Mentor*innen gehören unter anderen die Architektin Tatiana Bilbao, die Musikerin Holly Herndon, die Choreografin Florentina Holzinger, die Kuratorin Koyo Kouoh und der Künstler Emeka Ogboh. Seit 2015 veranstaltet Forecast jährlich öffentliche Formate, darunter das Forum und das Forecast Festival.