Auswahl 2026

Die Auswahl für das Theatertreffen der Jugend 2026 steht fest.
Die Jury hat die finale Auswahl für das Theatertreffen der Jugend 2026 getroffen. Herzlichen Glückwunsch den ausgewählten Ensembles!

Über 100 Gruppen aus allen 16 Bundesländern haben mit ihren Produktionen am bundesweiten Wettbewerb teilgenommen. 16 Produktionen hat die Jury in die Zwischenauswahl genommen und in Live-Vorführungen erlebt. Nun haben die Juror*innen eine finale Auswahl von sieben Produktionen aus fünf Bundesländern getroffen.

Wir gratulieren den Preisträger*innen 2026:

ALICE im Wunderl@nd
Theater AG der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule Göttingen
Göttingen, Niedersachsen
igs-goe.de/Theaterprojekte

ANNE
Piccolo Theater Jugendklub, Piccolo Theater Cottbus
Cottbus, Brandenburg
piccolo-cottbus.de

APOLLON - STOP TRYNA BE GOD
waltraud900, Forum Freies Theater Düsseldorf
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen
waltraud900.de

FRISCH gefragt!
junges RZt, RambaZamba Theater
Berlin
rambazamba-theater.de/de/junges-rzt

Mission (im)possible – in the end lies the beginning
DS-Kurs 12. Jahrgang, Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium
Berlin
cfvsiemens.de

TRAUER//FALL
POLYLUX, Schauspiel Köln
Köln, Nordrhein-Westfalen
schauspiel.koeln/produktion/trauerfall

Zum Lachen in den Keller
LABYRINTH Theater
Stuttgart, Baden-Württemberg
labyrinth-stuttgart.de/labyrinth-theater-10

Wir danken der Jury für ihre gewissenhafte und engagierte Arbeit:
Jelena Bosanac (Berlin), Ilias Botseas (Mainz), Fernando da Ponte (Tostedt), Andreas Kroder (Kiel), Saskia Neuthe (Berlin), Mai-An Nguyen (Berlin), Rieke Oberländer (Bremen), Rahmatallah Ramzi (Magdeburg), Estera Sara Stan (Berlin), Lene Wollwerth (Braunschweig).

Die ausgewählten Produktionen repräsentieren die unterschiedlichen Entstehungszusammenhänge junger Theaterkunst. Die Arbeiten sind sowohl im schulischen Kontext entstanden als auch in Jugendclubs, an Staatstheatern oder Kinder- und Jugendtheatern, in Gruppen an freien Theatern und in soziokulturellen Zentren.

Die allesamt abendfüllenden Arbeiten sind gleichsam kraftvoll und sensibel und zeugen von einer gesellschaftlichen Notwendigkeit, sie auf die Bühne zu bringen. Alle jungen Theaterschaffenden eint ein ausgeprägtes politisches Anliegen und das Verantwortungsbewusstsein für die Zukunft, das sie durch ihre theatralen Arbeiten zum Ausdruck bringen. Die vielfach personenstarken Ensembles vertreten unterschiedliche Perspektiven und kulturelle Hintergründe, nicht selten sind mehrere Sprachen auf der Bühne zu hören. Die Produktionen entführen uns in den Keller eines Wohnhauses, nach Delphi vor das Tor der Götter, ins Wunderland, in das Universum von Held*innen, geleiten uns durch die fünf Stadien der Trauer, in ein Hinterhaus nach Amsterdam und bis ins Angesicht des Todes.

Die Inszenierungen beschäftigen sich mit dem Erwachsenwerden im Kontext von Flucht, Migration und Polykrisen. Welche Held*innen braucht es heute, um die Welt zu retten? Die jungen Künstler*innen reflektieren Identitätsentwicklung unter dem Einfluss von Social Media und die Suche nach dem eigenen Platz in der Gesellschaft als junge Menschen mit und ohne Behinderung. Thematisiert werden Ängste, Trauer als privates und kollektives gesellschaftliches Phänomen, Gefühle von Macht und Ohnmacht. Ein rein männlich gelesenes Ensemble spürt dem „männlichen Erbe“ nach und begibt sich auf die Suche nach zukünftigen Rollenbildern. Durch die Beschäftigung mit dem Leben und Wirken von Anne Frank wird Erinnerung zur wichtigen Arbeit an der Gegenwart.

Es gibt sowohl inklusive als auch intergenerative Produktionen und häufig wird der Austausch mit dem Publikum gesucht. Zu erleben sind Performances, Musiktheater mit Live-Musik und Original-Kompositionen, Figurentheater, Videokunst und starke physische Szenen, Tanz und Choreografien. Es wird mit Methoden des dokumentarischen Theaters gearbeitet, mythologische und klassische Stoffe dienen als Impulse und Anlässe, um sich in der eigenen Stückentwicklung und Interpretation von ihnen abzugrenzen. Auf beeindruckende Weise haben die jungen Theaterschaffenden ihre Stoffe durchdrungen, haben ihre eigenen Textbeiträge geschrieben, recherchiert und sind im

Produktionsprozess in den Austausch mit Expert*innen gegangen. Sie haben mitgearbeitet an Kostümen, Bühnenbild und Videokunst. In dieser Auswahl begegnen wir einer Generation von bewussten und reflektierten jungen Künstler*innen, die die Bühne mit dem Gefühl der tiefen Notwendigkeit ihrer Anliegen betreten. Dies ist eindrücklich und berührend.

Die Delegierten der Ensembles der Zwischenauswahl

Wir gratulieren auch nochmals den Ensembles der Zwischenauswahl und freuen uns, die Delegierten beim Theatertreffen der Jugend 2026 begrüßen zu dürfen:

ADHSOLOTL – eine neurodiverse Theaterperformance
Die Axolotls, Theatre Pool
Berlin
theatrepool.com

All Bodies, All Beauty
BIPoC Ensemble Junges Theater Bremen, Junge Akteur*innen
Bremen
theaterbremen.de

Countdown
DRAMS’n’ROSES, Geschwister-Scholl-Gymnasium
Sangerhausen, Sachsen-Anhalt
gsg-sangerhausen.de/drams-n-roses/

In lauter Stille
Dramaclλn, Landesarbeitsgemeinschaft Spiel und Theater
Herford, Nordrhein-Westfalen
spiel-und-theater-nrw.de

Masse
Junges Ensemble und Jugendtanzensemble iMove, Saarländisches Staatstheater
Saarbrücken, Saarland
staatstheater.saarland/detail/masse

Pazifinista
Cactus Junges Theater (Jugendtheaterwerkstatt e.V.) in Koproduktion mit dem Theater im Pumpenhaus Münster
Münster, Nordrhein-Westfalen
cactus-theater.de

Unter Welt
TheaterTotal Ensemble 2025/26
Bochum, Nordrhein-Westfalen
theatertotal.de

Von meiner Freiheit bis zu deiner Freiheit
Junge Szene, Landestheater Württemberg-Hohenzollern Tübingen Reutlingen
Tübingen, Baden-Württemberg
landestheater-tuebingen.de

Weiße Rose – Stimmen des Widerstands
stellwerk junges Theater
in Kooperation mit dem DNT Weimar
Weimar, Thüringen
stellwerk-weimar.de/programm/weisse-rose-stimmen-des-widerstands/

Unser Glückwunsch und unsere große Wertschätzung gilt allen jungen Theaterschaffenden, die sich in diesem Jahr mit ihren engagierten und kreativen Theaterarbeiten bei uns beworben haben. Sie zeugen von tiefer Verbundenheit mit der Bühne und dem Glauben an die künstlerische und gesellschaftliche Kraft des Theaters.

Vielen Dank für eure Bewerbungen!