Das Campus-Programm richtet sich an die Teilnehmer*innen des Theatertreffen der Jugend und ist nicht öffentlich. Es untergliedert sich in die Bereiche Praxis mit verschiedenen Theaterworkshops und Dialog mit den täglichen Nachgesprächen.
Es werden verschiedene Workshopformate angeboten: zweitägige Intensiv-Workshops, eintägige Impuls-Workshops sowie ein neues Format, das die jungen Theatermacher*innen aus dem Campus mit den Teilnehmenden des Forum-Programms zusammenbringt.
So–Mo, 31.05.–01.06.2026
So, 31.05.2026: 10:00–12:30 Uhr und 14:00–16:30 Uhr
Mo, 01.06.2026: 10:00–12:30 Uhr und 14:00–16:30 Uhr
Mi, 03.06.2026
10:00–12:30 Uhr und 14:00–16:30 Uhr
Di, 02.06.2026
10:30–12:00 Uhr und 14:00–16:00 Uhr
Praxis
Die Zeit, in der wir leben, die Gegenwart, spitzt sich zunehmend krisenförmig zu. Nachrichten über globale Konflikte dringen nahezu täglich in unser alltägliches Leben ein. Manchmal verlieren wir gar den Überblick, fühlen uns ohnmächtig, hilflos und überfordert. Im Performanceworkshop “Gegenwart zerlegen” versuchen wir, in das Gefühl hineinzuspüren, welches die multiplen Krisen unserer Zeit in uns auslösen. Ausgehend von einem dicken Buch, was uns anblickt, aber was wir garantiert nicht lesen werden, entwickeln wir performative Elemente aus Bewegung, Video, Sprache, Schritt und Lauten. Die einzelnen Performanceelemente fügen wir dann in einer kleiner Werkstattaufführung zusammen, die genauso flüchtig, genauso fluide und genauso unvorhersehbar ist wie unsere politische Gegenwart selbst. Erforsche in diesem Intensivworkshop also nicht nur die krisenbehaftete Zeit, in der wir leben, und befrage deine eigene politische Haltung, sondern experimentiere auch damit, wie sich viele einzelne Perspektiven auf die Realität, die uns umgibt, performativ übersetzten lassen. Du brauchst kein Vorwissen, du brauchst nichts mitbringen – außer: lockere Trainingskleidung. Herzlich willkommen im Labor der Gegenwart.
Verletzlich. Verbunden. Widerständig. In diesem Performance-Workshop steht das Arbeiten mit Körper, Material und Raum im Fokus: Es geht darum, wie wir Mut als körperliche Praxis erleben, als bewusste Entscheidung. Wir wollen fragen: Wann fühle ich Mut? Wie haben Frauen+ LGBTQ* ihn vor uns gefühlt und praktiziert?
Aus feministischer Perspektive verstehen wir den Körper als politisches Terrain von Biografie, Erinnerung und Identität. Unter dem Motto verletzlich, verbunden, widerständig bringen wir feministische Philosophie und Performance in Bewegung: Wir übertragen Theorie in Körpererfahrung und Alltag, um sie lebbar und praktisch zu machen.
In diesen wahnsinnigen Zeiten, in denen Gewalt und Krieg wieder salonfähig sind, sehen wir den Körper als Ort kollektiver Kraft. Dabei arbeiten wir mit postdramatischen Methoden, performativen Übungen und nicht-eurozentristischen Perspektiven (inspiriert u.a. von LASTESIS und Regina José Galindo). Lasst uns zusammen herausfinden, was WIR uns trauen. Diese Thematik betrifft uns alle, deshalb seid ihr alle herzlich willkommen dabei zu sein.
Pink Valley (Leicy Valenzuela, Nina Behrendt, Valeria Germain)
Im Theater geht’s um Geschichten, die uns betreffen. Aber ganz ehrlich: Muss Theater deshalb einfach nur die Realität 1:1 kopieren? Oder geht da mehr?
Wie kann man Geschichten erzählen, ohne alles exakt so zu zeigen, wie es passiert ist?
Wie kann Theater kreativ mit heftigen Themen umgehen – zum Beispiel Gewalt, Rassismus oder Diskriminierung? Und: Muss wirklich alles super realistisch sein? Oder gibt’s andere Wege, solche Themen auf die Bühne zu bringen – vielleicht sogar stärker, direkter oder überraschender? In diesem Workshop probieren wir genau das zusammen aus. Wir testen Dinge, tauschen uns aus und schauen, wie unterschiedlich Theater sein kann.
Wir fragen uns: Was zeigt Theater eigentlich? Was sollte es zeigen? Und was muss es vielleicht sogar zeigen? Der Workshop ist ein offener Raum: kein „richtig“ oder „falsch“. Stattdessen geht’s darum, neue Ideen zu entdecken, verschiedene Perspektiven zu checken und euren eigenen Blick auf Theater zu pushen.
Denn Theater kann mehr, als nur die Realität zu kopieren.
Mit
In diesem Workshop wird dein Körper zum Werkzeug und zum lebendigen Kunstwerk. Welche Themen bewegen dich – und wie kannst du sie zum Ausdruck bringen?
Erstmal innehalten: Kein Körper ist einfach "neutral". Was prägt eigentlich unseren Körper? Familie, Medien, TikTok, Serien, Gesellschaft – all das steckt in unserer Haltung und Bewegung. Körper sind durchlässig und anpassungsfähig. Und auch wenn es nicht so aussieht, ist das eine große Stärke. Mit genau dieser Fähigkeit wollen wir spielen. Wir schauen gemeinsam auf Beispiele aus der Aktionskunst und fragen: Was aus deinem Alltag, deinen Fragen oder Haltungen könnte Ausgangspunkt einer eigenen künstlerischen Aktion werden? Wir erproben, wie eine Haltung zur symbolischen Handlung wird. Das birgt Potenziale, aber auch Verantwortung: Aktionskunst kann verbinden, aufrütteln – oder auch provozieren.
Letztendlich passiert Bodyart nicht im Museum – sie passiert im Moment, in der Begegnung mit anderen. Der Körper spricht – die Frage ist: Was willst du sagen?
das KOLLAKTIV (Marc Carrera, Rosalin Hertrich)
Inklusives Angebot
Was beschäftigt den Kaffeebecher? Hat Papier Gefühle? Und was sagt eigentlich mein Rucksack dazu? Wir finden es heraus! Theater umgibt uns, begleitet uns im Alltag. Wir improvisieren uns durchs Leben und haben unendlich viele Requisiten dabei. Woraus können wir Theater machen und wie können wir die Dinge benutzen, um Geschichten zu erzählen?
In diesem Workshop schärfen wir den Blick für die Dinge, die uns umgeben und erforschen zusammen neue Wege, mit ihnen Theater zu machen. Wir tauchen ein in die Welten, die uns Objekte, Material und Figuren eröffnen und legen dabei den Fokus darauf, wie wir damit Geschichten erzählen können. Neben den Grundlagen des Figurentheaters beschäftigen wir uns vor allem auch mit dem Zusammenspiel von mehreren Spielenden und wie wir gemeinsam auf der Bühne etwas szenisch erarbeiten können.
Cosima Krupskins, Annalena Steiner
Inklusives Angebot
Wie entsteht Ausdruck aus dem eigenen Körper? Wie wird Bewegung zur Sprache – und wie lassen sich daraus Geschichten entwickeln? In diesem Intensivworkshop erforschen wir die Verbindung von Körperwahrnehmung, Bewegung und performativem Erzählen.
Ausgehend von der individuellen körperlichen Erfahrung entwickeln die Teilnehmenden ihr persönliches Bewegungsrepertoire weiter. Durch gezielte Improvisations- und Kompositionsmethoden entsteht daraus schrittweise choreografisches Material.
Dieser inklusive Workshop bietet Raum zum Experimentieren und Reflektieren – und richtet sich an alle, die ihre körperliche Ausdruckskraft erweitern und neue Impulse für ihre künstlerische Arbeit gewinnen möchten.
Wie können wir Allianzen bilden – nicht nur miteinander, sondern auch mit dem, was uns umgibt? In diesem Workshop erforschen wir performative Strategien zwischen Körpern, Materialien und mehr-als-menschlichen Akteur*innen. Ausgangspunkt sind alltägliche Materialien und lebendige Stoffe (z. B. Pflanzen oder Lebensmittel), die wir nicht als passive Objekte, sondern als Träger von Geschichten, Erinnerungen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen begreifen. Durch körperliche und szenische Übungen untersuchen wir, wie Materialien zu Verbündeten werden können: Wie können sie für uns sprechen? Wie verändern sie unsere Bewegungen, unsere Wahrnehmung und unsere Formen von Ausdruck? Wie sprechen wir zusammen? Der Workshop richtet sich insbesondere an BiPoC-Spieler*innen und arbeitet mit Methoden, die Selbstpositionierung und unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen. Gleichzeitig arbeiten wir an kollektiven Praktiken von Zuhören, Unterstützung und verantwortungsvoller Allyship. In kleinen Gruppen entstehen performative Skizzen zu Widerstand, Sichtbarkeit und Beziehung. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Laia Ribera Cañénguez (Laia RiCa)
Dieser Workshop öffnet dir die Tür ins Szenische Schreiben. Wie komme ich zu meinen Ideen, wenn die Ideen nicht zu mir kommen? Wie verwandelt sich ein Gedanke in einen Dialog – und wie wird daraus dann eine Szene, die trägt? In ausgewählten Schreibübungen erforschen wir das Zusammenspiel von Handwerk und Haltung:
Wie lässt sich eine politische Haltung, meine Meinung oder ein Moment von Wut, Reibung oder Aktivismus in eine künstlerische Form übersetzen? Wie wird aus einem persönlichen oder gesellschaftlichen Anliegen ein Text, der auf der Bühne Resonanz erzeugt? Du brauchst keinerlei Vorkenntnisse – nur Neugier und Lust, dich auszuprobieren. Wenn du lieber digital schreibst, bring gern Laptop oder Tablet mit. Trau dich, deine Haltung in Sprache zu verwandeln – die Bühne wartet auf deine Stimme!
Praxis
Auf der Bühne werden vermutlich immer wesentliche Fragen der Gegenwart, zwischenmenschliche Konflikte oder große Utopien ausgehandelt. Oftmals entlang eines Dramentexts, immer häufiger aber auch entlang eines selbst entwickelten Textes. Stellen wir uns einmal vor, es gibt große Fragen – aber keinen Text. Stellen wir uns einmal vor, zwei Menschen sitzen auf der Bühne, lernen sich dort zum ersten Mal kennen und beginnen zu diskutieren. Stellen wir uns vor, sie streiten und vertragen sich. Stellen wir uns vor, ihr Dialog ist viel spannender als jeder vorgeschriebene Text. Genau das wollen wir im Impulsworkshop »Live streiten. Live vertragen« versuchen. Gemeinsam wollen wir erkunden, wie wir Themen ohne vorherige Verabredung und ohne Skript auf der Bühne verhandeln können. Wie kann Text live entstehen, wie ein Dialog gelingen? Wie können gegenteilige Positionen produktiv erzählt werden? Wie halten wir unterschiedliche Haltungen und Positionen aus? Der Workshop ist gleichzeitig ein Experiment, aber auch der Versuch, eine neue Streitkultur auf der Bühne zu erkunden. Spreche, Diskutiere und performe Live.
Die eigene Stimme, das Sprechen und das Gestalten von Texten auf der Bühne spielen für Schauspieler*innen eine wichtige Rolle. Gerade im Theater gehören Stimme, Sprechen und Textarbeit dazu: beim Proben, auf der Bühne und im Spiel miteinander. Im Workshop „Stimme und Sprechen für Schauspieler*innen“ geht es um die Entdeckung der eigenen Stimme und ihres Gestaltungsspielraums auf der Bühne. Dabei wird die Stimme spielerisch erkundet, im Zusammenspiel mit der Atmung, Artikulation und dem Körper. Gleichzeitig geht es um die Frage, was die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Sprechen bedeutet und wie sie die Arbeit mit Texten bereichert. Da Stimme nicht in einem luftleeren Raum entsteht, sondern im Miteinander, stehen gemeinsames Spielen, Experimentieren und Ausprobieren im Zentrum.
Mit
Du interessierst dich für ein Studium im Bereich Schauspiel oder Darstellende Künste und hast Fragen dazu? Dieser Workshop bietet dir Raum, dich zu orientieren, Einblicke zu bekommen und alles zu fragen, was dich beschäftigt.
Im Mittelpunkt stehen Informationen und Austausch: Welche Schauspielschulen und Studiengänge gibt es? Wie laufen Bewerbungen und Vorsprechen ab? Was wird erwartet – und wie sieht der Alltag im Studium und später im Beruf aus?
Der Workshop versteht sich als offenes Gesprächsformat, in dem deine Fragen im Zentrum stehen. Ergänzend gibt es kurze praktische Einblicke in die Monologarbeit, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie man sich einem Vorsprechen annähern kann.
Egal, ob du schon konkrete Pläne hast oder einfach neugierig bist: Der Workshop ist für unterschiedliche Erfahrungsniveaus geeignet und bietet Orientierung für mögliche nächste Schritte. Wenn du schon an einem Monolog oder Text arbeitest, bring ihn gerne mit!
Ein soziales Experiment im Spielgewand: Wir schreiben das Jahr 1498. Auf der Suche nach neuen Gewürzen begeben wir uns in ein performatives Abenteuer auf hoher See. Gemeinsam „entdecken“ wir Weltmeere und neue Länder. Doch sei gewarnt: Nicht nur Stürme können dich vom Kurs abbringen – auch dein moralischer Kompass wird auf die Probe gestellt.
Viele Menschen denken kaum über die deutsche Kolonialgeschichte nach. Was bedeutet das für unser heutiges Verständnis von Geschichte und Verantwortung? Pfeffer ist ein Gewürz mit kolonialen Kontinuitäten, das sich in fast jedem Haushalt findet. Deshalb nehmen wir die Geschichte des Pfeffers als Ausgangspunkt für unser gemeinsames Spiel.
Wir möchten einen Raum schaffen, in dem koloniale Kontinuitäten aufgegriffen werden können – ohne erhobenen Zeigefinger. Stattdessen zeigen wir spielerisch die Komplexität des Themas, lassen Zwischentöne zu und öffnen einen Raum für gemeinsames Spielen, Denken und Hinterfragen.
Mit einer offenen, lernenden Haltung nutzen wir die Mittel des Theaters, um unsere Denkmuster und unser Gewissen zu befragen. Aus der Reflexion entsteht künstlerischer Ausdruck.
Hinweis: Dieser Workshop behandelt auf spielerische Weise Themen wie Kolonialismus und koloniale Ausbeutung, (historisch inspirierte) diskriminierende Rollen- und Sprachbilder.
Es wird mit echten Gewürzen (Pfeffer) gearbeitet. Bei Allergien ist von einer Teilnahme am Workshop abzusehen.
Christine Daniels und Lou Salvador Lange
Ich bin nicht einverstanden. Ich will es anders. Wie zeige ich das auf einer Bühne? Schreie ich meine Wut ins Publikum? Lade ich in einen Raum ein, der genau das Gegenteil dessen zeigt, was mir nicht passt? Wie gelingt es, mein Anliegen zu zeigen, ohne dem Ärgernis wieder Raum zu geben? Ausgehend von Performances verschiedener Künstler*innen wollen wir eigene Anordnungen entwickeln, die Kritik spielerisch für ein Publikum erlebbar machen. Wir wollen sprechen, handeln, tanzen, den Raum und vielleicht die Öffentlichkeit entdecken, mit Material und unseren Körpern arbeiten. Ein Experimentierraum zu stärkenden Strategien des Neinsagens.
Inklusives Angebot
Welche Ausdruckskraft steckt in deinem Gesicht, deinen Füßen, deinen Fingern? Was kannst du sagen ohne Worte? Begib dich mit uns auf eine Entdeckungsreise zu den Spielräumen deines Körpers.
Theater, Tanz, Performance - das alles verschmilzt im Physical Theatre. Inspiriert von sehr unterschiedlichen Traditionen, wie dem japanischen Butoh-Tanz oder dem Tanztheater von Pina Bausch, entsteht eigentlich ein Großteil des Prozesses spontan durch Erkundung und Improvisation. Wir werden unsere Wahrnehmung, unseren Ausdruck und unsere Koordination mit anderen im Raum austesten und durch Spiel, Begegnung und natürlich durch Embodiment verschiedene körperliche Zustände erleben.
Körper, Bewegung und Gesten vermitteln Stimmungen, Emotionen und Energien. Denn der Körper kann tatsächlich vieles erklären, nur eben in einer anderen Sprache als die der Worte.
das KOLLAKTIV (Marc Carrera, Rosalin Hertrich)
Inklusives Angebot
Laut, leise, dazwischen Wie entsteht künstlerische Qualität in Gruppen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen? In diesem Workshop arbeiten wir praktisch an der Begegnung zwischen Menschen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und daran, wie daraus gemeinsame künstlerische Prozesse entstehen können.
Ausgehend von spielerischen, körperlichen und improvisatorischen Zugängen entstehen kurze szenische Momente. Im Zentrum stehen Dynamiken auf der Bühne: Wer gibt den Ton an? Wer folgt? Was passiert, wenn sich Verhältnisse verschieben, wenn etwas aus dem Takt gerät oder unerwartet kippt?
Unterschied wird dabei nicht ausgeglichen, sondern bewusst als künstlerisches Material genutzt.
Der Workshop wird von einem mixed-abled Team angeleitet: einer Regisseurin und Theaterpädagogin, einem Performer, der über ein Tablet kommuniziert, sowie einer jungen Performerin, die seit mehreren Jahren in intergenerationellen Produktionen arbeitet.
Eingeladen sind alle, die Lust haben, sich praktisch auszuprobieren und auf gemeinsame künstlerische Prozesse einzulassen.
Saskia Neuthe, Jasper Dombrowski, Tilda Lusena Ash, Oliwia Lichwa
Social Muscle Club
Was kannst du geben? Was brauchst du?
Der Social Muscle Club ist ein internationales Performanceprojekt, das Menschen dazu einlädt, den , sozialen Muskel’ zu trainieren: die Fähigkeit, sich gegenseitig durch Großzügigkeit, Kreativität und Austausch zu unterstützen. Durch Anbieten und Empfangen entstehen gemeinsame Performances, Aktionen und Begegnungen. Der Club untersucht, wie Kunst Räume für Verbindung und Solidarität öffnen kann — in einer Welt, die oft fragmentiert und von Konkurrenz geprägt ist.
Während des Theatertreffen der Jugend arbeitet der Social Muscle Club einen Tag lang mit den eingeladenen Preisträger*innen Ensembles. Gemeinsam entwickeln wir kleine Performances, Geschenke, Vorschläge und Ideen für einen abendlichen Club, der von und für die Teilnehmenden selbst gestaltet wird. Der Prozess ist offen und spielerisch: Gespräche werden zu Performances, Fähigkeiten werden zu Angeboten, und unerwartete Kooperationen entstehen.
Am Abend verwandelt sich der Raum in einen lebendigen Treffpunkt, in dem Begegnungen, Aktionen und kurze Performances stattfinden. Die Teilnehmenden teilen ihre Ideen, zeigen, was sie geben können, was sie brauchen und gestalten die Atmosphäre gemeinsam.
Der Social Muscle Club versteht diesen Raum als etwas, das wir aktiv praktizieren: ein temporäres Netzwerk aus Großzügigkeit, Neugier und Austausch. Eine Einladung, sich zu begegnen, etwas von sich anzubieten und zu entdecken, was möglich wird, wenn eine Gruppe junger Theatermacher*innen zusammen kommt, um ihre sozialen Muskeln zu trainieren.
Die Nachgespräche zu den Produktionen sind neben den Aufführungen und dem Workshop-Programm ein wichtiges Element des intensiven inhaltlichen Austauschs der Gruppen untereinander. In kleineren Gesprächsgruppen haben alle Spieler*innen täglich Gelegenheit, persönliche Gedanken und Kritik gemeinsam zu formulieren und zu teilen. Diese Gespräche werden von Jungjuror*innen, ehemaligen Teilnehmer*innen oder langjährigen Wegbegleiter*innen des Theatertreffens der Jugend angeleitet.
Donnerstag, 4.6.2026
Jetzt seid ihr dran!
Der Labortag bietet den Freiraum, sich zu ganz neuen Gruppen zusammenzufinden und ohne Anleitung einen Tag lang zu forschen, zu probieren, zu experimentieren, miteinander zu arbeiten und voneinander zu lernen. Über Spartengrenzen hinweg gibt es die Möglichkeit, sich mit ehemaligen Preisträger*innen aus den Bereichen Musik, Tanz und Text zu verbinden. Das Angebot besteht aus vier Laboren, die dazu einladen, die eigenen Ideen ganz frei zu verwirklichen. Die Räume sind mit Impulsen ausgestattet, zu denen gearbeitet werden kann. Diese Impulse können technischer oder inhaltlicher Natur sein, sie können Objekte oder Requisiten enthalten und Fragen aufwerfen. Vielleicht werden hier Entdeckungen gemacht, möglicherweise entstehen kleine Skizzen oder sogar Arbeitsbeziehungen für die Zukunft.
Der Labortag beginnt mit einem gemeinsamen Auftakt am Donnerstag, den 4. Juni um 11:00 Uhr im Parkett Foyer und endet um 21:00 Uhr mit einem gemeinsamen Rundgang durch die Labore und der Möglichkeit zu zeigen, was den Tag über entstanden ist.