
Beteiligte des Jazzfest Community Film Lab © Berliner Festspiele, Foto: Nadin Deventer
In einem mehrwöchigen künstlerischen Prozess entwickelten Berliner Filmschaffende sowie Künstler*innen verschiedenster Disziplinen den Community-Film DREAM BABY DREAM. Neben dem Film entstand mit dem Jazzfest Community Film Lab ein Erfahrungsraum für künstlerische Begegnungen und neue Formen des Austauschs – improvisierend, forschend und gemeinschaftlich.

Filmplakat, DREAM BABY DREAM, Jazzfest Community Film Lab, 2025
© Berliner Festspiele / Jazzfest Berlin, Foto: Amely Sommer
Der experimentelle Kurzfilm DREAM BABY DREAM, der im Rahmen des Jazzfest Berlin 2025 realisiert wurde, feierte am 24. April als einer von 70 Filmen aus insgesamt 18 Ländern seine Premiere beim LIMINALDance Film Festival in Washington, D.C. Dort wurde er mit dem IN Series Counterpoint Award für sein visionäres Zusammenspiel von Musik und Bewegung sowie seine herausragenden interdisziplinären Ansätze im Tanzfilm ausgezeichnet.
60 Berliner Akteur*innen, darunter Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie professionelle und nicht-professionelle Künstler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen, verhandeln in diesem 20-minütigen, gemeinschaftlich realisierten Experimentalfilm durch Musik, Bewegung und Poesie zentrale Fragen unserer Gegenwart: die Suche nach Heimat und Zugehörigkeit, das Spannungsfeld zwischen Traum und Utopie, und die Spuren von Traumata in Berlins migrantischen Gemeinschaften. Zu sehen sind die Musiker*innen des sich neu gegründeten transkulturellen Ensembles Moabit Imaginarium, Kinder aus zwei Moabiter Grundschulhorten, jugendliche Performer*innen des postmigrantischen TheaterX / Platform Migration Matters sowie der Tänzer Milton Camilo.
Screening-Termine DREAM BABY DREAM:
24.4.: LIMINAL Dance Film Festival in Washington, D.C. (Weltpremiere), Gewinner des IN Series Counterpoint Award
6.5.: TANZRAUSCHEN Festival on move / move on in Wuppertal (Deutschlandpremiere), Filmscreening und Workshop „Move on up – Co-creating as a model for shared power“
9.5.: Eröffnung der Kulturmanege Moabit auf dem Otto-Spielplatz (Berlin-Premiere)
9.5.: Goethe Institut in Washington D.C. (Tag der offenen Tür der europäischen Botschaften)
25.5.: Moers Festival, Filmscreening und Panel „discussions! Wo ist nur der Jazz geblieben?“
20.6.: IG Jazz – Jazzwoche Berlin #8, Filmscreening und Panel
„Improvising collective change: Jazz, Demokratie und tragfähige Strukturen“
1.7.: Vancouver International Jazz Festival
3.7.: FuoriFormato – Festival internazionale di danza contemporanea e videodanza
(Weitere Film-Screenings werden regelmäßig aktualisiert und sukzessive ergänzt.)
Das Projekt wurde innerhalb von vier Monaten im Herbst 2025 von einem zehnköpfigen Creative Team aus in Berlin ansässigen Künstler*innen, Musiker*innen, Choreograf*innen und internationalen Filmemacher*innen entwickelt, produziert und während der Jazzfest Community Week Ende Oktober 2025 im Gropius Bau, auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel sowie an verschiedenen Orten im Berliner Stadtteil Moabit gedreht.
Impressionen von den Filmscreenings
Impressionen vom Filmdreh
Creative Team