Theater | Stückemarkt

Kein Schiff wird kommen

von Nis-Momme Stockmann

Stückemarkt-Gastspiel
Werkauftrag des tt Stückemarktes 2009
Gestiftet von der Bundeszentrale für politische Bildung

Uraufführung am 19. Februar 2010, Schauspiel Stuttgart, Depot

Kein Schiff wird kommen

Kein Schiff wird kommen © Cecilia Gläsker

Ein junger Theaterautor besucht seine Heimatinsel Föhr. Er soll ein marktgängiges Stück über die Wende schreiben und befragt dafür – mangels eigener Erfahrungen – seinen Vater. Nis-Momme Stockmann verknüpft in dem Auftragswerk des tt Stückemarkts auf so komische wie anrührende Weise einen Generationenkonflikt und die Geistlosigkeit des Marktes mit einer Familientragödie. Denn das Jahr 1989 hat für die Protagonisten auf der Bühne weniger mit revolutionären Ereignissen im fernen Osten Deutschlands oder glücksverwirrten Mauertänzen zu tun als mit dem Sterben der Ehefrau und Mutter. Ihre Furcht einflößende Krankheit und die Umstände ihres Todes spielen eine zentrale Rolle bei der Reise in die Vergangenheit, die den Sohn zunehmend seine mühsam aufrecht erhaltene Überlegenheit kostet, während er Zugang zum Vater sucht – und sich dabei trotz aller Umstände nicht durchgängig ernst nimmt.

„Stockmann hat einen so feinsinnigen, klugen Humor, er blickt mit so viel Ironie und Ehrlichkeit auf sich selbst und mit einem so (ver)zweifelnden, aber auch liebevollen Verständnis auf eine Welt, die er kennt, dass dieses Stück eine helle Freude ist“, schrieb Christine Dössel in der Süddeutschen Zeitung.

Besetzung

Regie Annette Pullen
Bühne und Kostüme Iris Kraft
Dramaturgie Kekke Schmidt

Mit Matthias Kelle, Lisa Wildmann, Jens Winterstein

Eine Produktion des Schauspiel Stuttgart