Gespräch / Livestream | Stückemarkt

„Wider die Vereinzelung“ oder: Wer ist „Wir“?

In diesem Gespräch wird das Verhältnis von Individuum und Gemeinschaft diskutiert. Gibt es ein solidarisches Miteinander in einer Welt, die vor allem nach Selbstoptimierung strebt? Wie kann daraus eine Welt entstehen, in der Andersheit akzeptiert und Pluralität gelebt wird?

Berliner Festspiele Mediathek
Diese Veranstaltung ist bis auf Weiteres inder Berliner Festspiele Mediathek verfügbar.

Vor knapp zwei Jahren entstand die Idee für das Stückemarkt-Motto „Wider die Vereinzelung“. Damals stand im Vordergrund, wie Entwürfe für ein offenes und gleichberechtigtes Zusammenleben aussehen können, was einen solidarischen Akt solidarisch macht und wie eine Gesellschaft aussehen könnte, wenn es keine Solidarität mehr gibt. Heute hat die Frage nach einer gesamtgesellschaftlichen Solidarität neue Brisanz erlangt; sie hat sich erweitert und wurde angereichert mit individuellen und kollektiven Erfahrungen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt. Ausgehend davon soll „Wider die Vereinzelung“ in einen neuen Kontext gerückt werden. Was bedeutet die Rückbesinnung auf das Individuum für unser politisches Bewusstsein? Wer ist dieses „Wir“, von dem seit der Pandemie so oft gesprochen wird? Welche Potenziale liegen im Individuum und welche im gemeinsamen Handeln?

Mit

Şeyda KurtJournalistin, Autorin
Heinz BudeSoziologe
Max CzollekAutor, Essayist
Shelly KupferbergModeration

Das Gespräch wird gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.