Eine weiße Bühne von der Seite, im Vordergrund ein Scheinwerfer, im Hintergrund hängen viele weitere Scheinwerfer.

12.5.–
28.5.23

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Spielplanveröffentlichung und Vorverkaufsbeginn

Der Spielplan erscheint am 14. April, der Vorverkauf beginnt am 28. April um 14:00 Uhr.

Perspektiven

Als neues Leitungsteam beschäftigen wir uns seit einigen Monaten intensiv mit dem Theatertreffen, das wir als Geschenk und Versprechen betrachten. Dieser Prozess des gegenseitigen Kennenlernens dauert an, denn das Theatertreffen findet 2023 zum 60. Mal statt und verfügt einerseits über ein großes Erbe und eine umfangreiche (Wahl-)Familie, fühlt sich andererseits für uns jedoch noch ganz frisch an, als ein Festival mit großem Potenzial, das Hoffnung gibt für die Zukunft der darstellenden Künste in unseren Gesellschaften. Für die erste von uns als transnationalem, weiblichem Leitungsteam verantwortete Ausgabe formulieren wir zehn Perspektiven, aus denen heraus das Theatertreffen in Schwingung gebracht werden soll und die wir mit unserem gesamten Team, mit den Berliner Festspielen, den Partner*innen des Theatertreffens und seinen unterschiedlichen Publika teilen wollen.

Fragen des Privilegs

Das Theatertreffen 2023 fragt, welche Themen, gesellschaftliche Prozesse und politische Veränderungen das Theater heute prägen. Welche Begegnungen und welcher Austausch können dazu beitragen, über diese Fragen nachzudenken und sie künstlerisch produktiv zu machen? Wie kann ein sicherer Raum für vielfältige Perspektiven auf unbequeme Fragen unserer Zeit entstehen?

Wir fokussieren in dieser Ausgabe auf Fragen des Privilegs. Denn die (künstlerische) Reflexion über Privilegien des Nichtwissens kann Diskussions- und Handlungsräume erschließen und die Auseinandersetzung mit der Abwesenheit bestimmter Privilegien kann die Diskurse privilegierter Gemeinschaften verändern. Sich seiner eigenen Vorteile bewusst zu werden, kann dazu beitragen, Verständnis und Solidarität für diejenigen aufzubauen, die diese Vorteile nicht haben. Das diesjährige Festival widmet sich deshalb in einigen Variationen der Frage: Who has the privilege to not know…? Diese Frage kann in verschiedene Richtungen ergänzt werden und findet sich auf unterschiedliche Weise in den 10 Treffen wieder, die wir 2023 erstmals präsentieren. Sie umrahmen, umgarnen und umarmen die 10 bemerkenswerten Inszenierungen. Hauptförderer und auch inhaltliche Partner des neuen Formats sind die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und das Goethe-Institut.

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50 % Frauenquote

Mit der Festivalausgabe 2020 führte das Theatertreffen eine Frauenquote von mindestens 50 Prozent in der Regieposition der zehn bemerkenswerten Inszenierungen ein. In Absprache mit der Festivalleitung verständigte sich die Jury darauf, die Frauenquote um ein weiteres Jahr bis einschließlich 2024 zu verlängern.

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