Lecture-Performance
Was mit den Bildern passiert, die uns die sozialen Netzwerke nicht zumuten
Lecture-Performance von Moritz Riesewieck
Camp
im Anschluss Moritz Riesewieck im Gespräch mit Janis El-Bira

© Ervin Straumanis
Täglich werden Millionen Bilder in die sozialen Netzwerke geladen, die wir nie zu Gesicht bekommen. Bilder von Gewalt und Pornographie, aber auch solche, die Facebook & Co schlicht als „unangemessen“ einstufen. Gesichtet und aussortiert werden die Fotos und Videos von Billiglöhner*innen auf den Philippinen. Als Christen können Philippiner*innen westliche Moralvorstellungen gut einschätzen, denken die Konzerne. Also sind es heute philippinische „Content Moderators“, die sich dem endlosen Strom der Bilder aussetzen. Posttraumatische Belastungsstörungen der Angestellten werden als Kollateralschaden in Kauf genommen. Die Passionsgeschichte des Internetzeitalters? Moritz Riesewiecks Lecture-Performance basiert auf seiner Recherchereise nach Manila.
Die Recherche wurde gefördert durch das Elsa-Neumann-Stipendium des Landes Berlin.
Eine Kooperation von Moritz Riesewieck und der Heinrich-Böll-Stiftung
