Preisverleihung

3sat-Preis

an Lina Beckmann
Schauspielerin, eingeladen zum Theatertreffen mit Karin Henkels Inszenierung „John Gabriel Borkman“

Preisverleihung im Rahmen des Theatertreffens

Lina Beckmann © Marie Köhler

Lina Beckmann © Marie Köhler

3sat verleiht seit 1997 im Rahmen des Berliner Theatertreffens den mit 10.000 Euro dotierten „3sat-Preis“, mit dem eine oder mehrere Künstlerinnen und Künstler aus dem Kreis der zum Berliner Theatertreffen eingeladenen Ensembles für eine richtungsweisende, künstlerisch-innovative Leistung ausgezeichnet werden.

In diesem Jahr geht der Preis an Lina Beckmann für ihre Rolle der Ella Rentheim in Karin Henkels Inszenierung „John Gabriel Borkman“. In der Jurybegründung heißt es: „Lina Beckmann – robust und feinstoffig zugleich – spielt ohne Rücksicht auf eigene Verluste, auf Gefällig-Sein und vorteilhafte Erscheinung. Verschwenderisch mit sich selbst, doch ohne äußeren Aufwand, ist sie gleichermaßen Passionara wie Komikerin. Ein Glücksfall für jedes Ensemble, so während der Intendanz von Karin Beier am Schauspiel Köln und nun am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. In Ibsens „John Gabriel Borkman“ unter Regie von Karin Henkel, die tabula rasa macht mit allen Figuren, treibt die Ausnahmeschauspielerin Lina Beckmann mit finsterem Witz und gespenstischem Elan die Ella auf die Spitze des gekünstelt Lachhaften, balancierend auf dem Boulevard, aber einem der Dämmerung.“

Verliehen wurde der 3sat-Preis in den vergangenen Jahren an Regisseure wie Christoph Schlingensief, Stephan Kimmig, Dimiter Gotscheff, Nicolas Stemann oder Susanne Kennedy, Bühnenbildner wie Katja Haß oder Olaf Altmann und Schauspielerinnen wie Sandra Hüller, Birgit Minichmayr, Annette Paulmann oder Susanne Wolf.

In diesem Jahr setzt sich die Jury zusammen aus Andreas Wilink (Theaterkritiker und Mitglied der Theatertreffen-Jury), Yvonne Büdenhölzer (Leiterin des Theatertreffens) und Wolfgang Horn (Redakteur bei ZDFkultur/3sat).